Rauchen aufhören x-te Woche: Nikotinpflaster E-Mail
Geschrieben von: Astrid Jacobi   
Freitag, 27. Februar 2009
Zunächst eins vorneweg: ich finde es eine Unverschämtheit, dass Rauch-Substitute teurer sind als Zigaretten! So. Das musste raus.

Nun zum eigentlichen Thema: seit ich am 4. Januar diesen Jahres beschlossen habe, nicht mehr zu rauchen, sitze ich nun schon wieder in der klassischen Raucherfalle. Das Schlimme beim Aufhören ist nämlich die Tatsache, dass man das Rauchen an sich unter- und sich selbst immer überschätzt. Übersetzt heißt das: nach einigen Wochen ohne Zigaretten ist man sich so sicher, dass man von dem Zeug los ist (man kann es nicht mehr riechen, es ekelt einen an etc.), dass man dann doch, abends, auf einer Party, MAL EINE raucht, weil man es ja im Griff hat. Tja, und schon hat die Sucht einen wieder im Griff.

Der Ablauf der Rauchentwöhnung bei mir: in den ersten Wochen war ich runter auf Null, dann kam die klassische "Na-eine-macht-doch-nix"-Zigarette und seit etwa 1,5 Wochen bin ich auf durchschnittlich 5 Zigaretten pro Tag. In der momentanen Situation blieb mir folgende Wahl: ich strecke die Waffen, gebe auf und akzeptiere, dass ich es nie schaffe. Denn schließlich hat es wieder nicht funktioniert. Ich glaube, diese Alternative wählen die Meisten. Oder aber: ich profitiere davon, dass ich nicht mehr auf 25, sondern eben nur noch auf 5 Zigaretten pro Tag bin und versuche eine weitere Möglichkeit - wenn ich's allein nicht schaffe, dann eben mit Hilfe.

Diese Hilfe kommt jetzt in Form eines Nikotinpflasters. Gerade habe ich es mir auf den Oberarm geklebt (auf den linken - mal soll täglich die Stelle wechseln, da sich unter der Haut ein Nikotindepot bildet. Also morgen ist der rechte Arm dran) und es brennt. Vielleicht bilde ich mir das auch ein, weil ich weiß, dass ich mir gerade pures Gift über ein Pflaster in den Arm schieße. Wie auch immer: es fühlt sich an, als ob es brennt und zudem ist mir ein bisschen schwindelig. Dabei hab ich schon die soften Pflaster mit der geringeren Dosis (denn wie gesagt: das zumindest hab ich schon erreicht und um mich selbst zu motivieren, sag ich mir auch, dass ich darauf stolz sein darf!).

Wir werden sehen, wie's nun weitergeht. In altbekannter Manier halte ich Euch auf dem Laufenden. Bis dahin eine Leseempfehlung für alle, die es auch versuchen wollen: den Klassiker von Allen Carr: Endlich Nichtraucher oder als Alternative: Der fröhliche Nichtraucher von Alexander von Schönburg. Das habe ich selbst noch nicht gelesen, aber eine Freundin von mir schwört drauf. Und die ist seit zwei Monaten clean, also kann es hilfreich sein.

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Verrückt... noch fühlt es sich an, als hätte ich nie geraucht...
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Bisher zweieinhalb Tage ohne Zigarette und mit Pflaster - verdammt, dieses Gift! Schon irre, fühle mich um eine Riesenlast erleichtert und bin nicht mehr übellaunig, Nichtrauchen klappt super, bin mal gespannt auf den Entzug vom Pflaster ;-)
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Gestern eine. Verdammt. Die war auch völlig überflüssig, eine typische Stress-Zigarett e - als ob der Stress dann weniger werden würde! Tatsächlich war ich danach etwa 2 Stunden down, weil ich doch wieder eine geraucht habe.
Naja, seitdem bin ich wieder brav und ohne Entzugserschein ungen, ich hoffe, dieses Mal halte ich durch!
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